Am 17.08.2018 ist mit „Rosenfeuer“ das zweite Solo-Album von Christin Stark erhältlich. Die 28-jährige Sängerin veröffentlicht 12 Songs und ich habe Sie zum neuen Album und den Geschichten dahinter ausgefragt. Die sympathische Blondine sprudelte am Telefon vor Begeisterung über ihr neues Album und erzählte einiges von der Produktion und auch aus ihrem Leben. Auf die Frage, wen sie mit ihren Titeln erreichen möchte, war ihre Antwort, dass sie mit ihrer Musik was teilen möchte. Gerade zu den neuen Titeln hat Christin einen großen Bezug. Sie konnte diese Songs zusammen mit Profis schreiben. Alle Songs vermitteln ein Gefühl.

 

Herausragend ist hier vor allem der Song „Vati“, der ganz besonders persönlich ist. Zunächst hat sie die Geschichte über den Verlust des Vaters nur ganz persönlich mit der Musik verarbeiten wollen, aber als sie den Song ihrem Team vorspielte, da waren die  so begeistert, dass sie sich gewagt hat, den Song auch auf dem Album zu veröffentlichen. Solche Gefühle muss man laut aussprechen, dann können die Menschen mitfühlen und man ist damit nicht allein. Die Reaktionen auf diesen unfassbar persönlichen Song zeigen ihr, dass ganz viele das Erlebte teilen.

„Heute sind’s fast 40 Grad“ singt Christin im Titel „Ewiger Sommer“ und zum Zeitpunkt unseres Gespräches ist es genauso. Lachend gibt sie zu, dass sie bei der Idee zu dem Song mit dem Gedanken an einen langen heißen Sommer gespielt haben und das nun tatsächlich Wirklichkeit geworden ist, es passt halt wie die Faust aufs Auge zum Sommer 2018 und zu ihrem Album.

 

Immer wieder erzählt Christin Stark, wie sehr die Zusammenarbeit mit Profis wie Joachim Horn-Bernges, Felix Gauder und natürlich Matthias Reim begeistert hat. Sie vergleicht es mit einem Riesen-Ü-Ei oder einem Disney-Land der Musik. Sie fühlte sich mittendrin und voll dabei und blickt somit auf ein aufregendes Studio-Jahr zurück. Sie hat ihre Ideen präsentieren können und die Profis haben diese mit ihr zusammen weiter entwickelt. Es ging ihr nicht um einen Glamour-Effekt in der Musik, sie wollte den Menschen was zurückgeben – ganz einfach bewusst, intensiv, ehrlich. Christin sieht sich nicht als Mensch, der sich verschließt, sie ist eine die mitfühlt und sie möchte als Künstlerin und Sängerin verstanden werden.

 

Vor einigen Jahren war Christin Stark noch Hoffnungsträgerin im Schlager mit den kurzen zunächst blonden und später roten Haaren, die unter anderem über „1000 Schuhe“ sang. Da muss sie doch lachen und erzählt, dass sie noch immer 1000 Schuhe hätte, wenn auch nicht in ihren Song. Sie fand auch die kurzen Haare bei sich selbst toll und auch die rote Farbe hätte sie unbedingt mal erleben müssen. Für mich sind die beiden Frauen von außen gesehen zwei völlig verschiedene Personen, aber so krass sieht Christin es nicht. Sie hat sich eben weiter entwickelt, nicht nur optisch.

 

Auf Fotos sieht man Christin mit Gitarre, da habe ich sie gefragt, ob sie auch Gitarre spielt. Ja, sie hätte vor ein paar Jahren damit angefangen, da es ihr am besten gefällt einen Song mit der Gitarre zu entwickeln. Man kann Musik auch mit dem Klavier oder den vielen Computer-Programmen entwickeln aber für sie ist die Gitarre das ehrlichste Instrument dazu, eben genau wie die Musik, die sie gerne machen möchte. Ihr Statement dazu: „Es ist eben der schönste Weg Songs zu scheiben.“ Meinen Einwurf, dass die Gitarre ja viel Übung erfordert, konnte sie gut nachvollziehen, aber für sie lohnt sich die Mühe mit der Gitarre eins zu werden. Für mich hatte sie dann den Ratschlag parat,  wieder  mit der Gitarre anzufangen, weil ich ihr erzählt hatte, dass ich das Gitarre spielen wieder aufgegeben habe, aber sonst musikalische Grundkenntnisse habe, das fand sie ideal für einen Neustart.

 

Fast zeitgleich mit Christins Album kommt auch das Album von Vanessa Mai. Ich habe Christin gefragt, wie sie sich im Gegensatz zur fast gleichaltrigen Kollegin sieht und positioniert. Sie mag Vanessas durchdachte Shows und ihre Art zu performen und hat den größten Respekt vor ihrer Leistung. Bewundert hat sie Vanessa Mai u.a. bei „Let´s Dance“ Da war ihre Leistung gigantisch. „Wenn ich allerdings tanzen würde, dann wird das für das Publikum total unterhaltsam und es wird eher komisch als schön“ so Christin zum Thema Tanzen.

 

So kamen wir im Gespräch nochmals zurück zu ihren Songs und da zu dem Titel „Mann aus meinem Traum“. Ich wollte wissen, ob sie auch so etwas schon erlebt hat und dabei gibt sie zu, dass sie wie alle Menschen gerne träumt und so ihre Idee weiter entwickelt hat und eine perfekte Situation mit einem perfekten Mann erdacht hat, eben einen Moment des Glücks.

 

Wichtig ist Christin die dankbare Seite von Rosenfeuer. Das Album ist für sie ein weiterer wichtiger Schritt auf ihrem Weg. Songs wie „Herz zurück“ und „Vati“ sind erste Songs aus ihrer Feder und vieles andere entstand in Zusammenarbeit mit Joachim Horn-Bernges oder Matthias Reim, die als Männer einen anderen Blickwinkel haben und sie konnte für ihren Songs den Gedanken eine weibliche Seite hinzufügen. Mittlerweile sei sie 28 und eine starke Frau, denn auch Frauen seien ein starkes Geschlecht. Sie möchte jedem, der an ihrem Album beteiligt war einzeln Danke sagen für die Zusammenarbeit, die sie wie eine Ausbildung empfunden hat. Dabei sind 12 unterschiedliche Songs entstanden, die alle aus ihrer Seele schreiben….

Danke für ein interessantes Gespräch mit einer Frau, die brennt für ihr Projekt. Das Album soll für sie ein großer Schritt in der Entwicklung sein und ich drücke ihr die Daumen dafür!

Ute Brüning